Spielregeln der Gemeinsamkeit

Wie alles im Leben, braucht auch ein harmonisches und vernünftiges Lagerleben klare Spielregeln.
Unsere „Spielregeln der Gemeinsamkeit“ haben wir dafür festgelegt und jedes Mitglied verpflichtet sich, diese einfachen Grundsätze einzuhalten.

Unsere „Spielregeln der Gemeinsamkeit“:
1. Unsere Gruppenfarbe ist grundsätzlich (Königs-)Blau. Jedes Mitglied hat sein eigenes Wappen. In der Zusammenstellung und Farbauswahl für dieses Wappen ist er frei. Auf heraldische Genauigkeit legen wir bewusst keinen Wert. Es sollte jedoch in Anmutung und Aussehen der Zeit um 1280 herum entstammen können. Bei offiziellen Auftritten sind wir für den Beobachter durch unsere Gewandung optisch sofort als eine geschlossene Gruppe zu erkennen.

2. Unser Lager ist aufgeräumt und gepflegt, so dass wir jederzeit Gäste einlassen können. Moderne Hilfsmittel (Werkzeug, Feuerzeug, Handys usw.) werden so verstaut, dass sie die Optik der von uns erwünschten darzustellenden Zeit nicht beinträchtigen.

3. Küchendienste als „Frondienste“ Einzelner gibt es nicht. Jedes Mitglied der Gruppe ist für die Sauberkeit des Geschirrs (Optik für Gäste) und das Umfeld verantwortlich. Gemeinsames Kochen für die gesamte Gruppe findet zu den festgesetzten gemeinsamen Essenszeiten statt, Frühstück, Mittagessen und Abendessen. Auch beim Abwasch danach packt jeder mit an.

4. Als Gruppe, die eine historische Darstellung betreibt, tragen wir auch Schwerter und andere historische Waffen, die unserer Zeitepoche entsprechen. Scharfe Schwerter und Waffen (außer Essmesser) lehnen wir generell ab. Bogenschützen bewahren ihre Pfeile und Bolzen in Köchern oder Waffengurten auf. Die Bögen werden generell nur auf vorgesehenen Schießständen benutzt. Auf Märkten oder innerhalb des Lagers werden die Bögen weder geladen oder benutzt.

Unsere "Spielregeln der Zusammenarbeit" mit Veranstaltern
Wir haben uns als Ziel gesetzt, ein repräsentatives Lager und damit eine "Ougenweide" für Besucher auf den Festen zu sein.
Den Rückmeldungen der Besucher zufolge erfüllen wir diesen Anspruch offensichtlich sehr gut. Die Besucher bestätigen uns direkt auf den Märkten, dass wir es scheinbar verstehen, unsere Epoche um 1280 eindrucksvoll zu vermitteln, mit Fakten zu untermalen und mit entsprechendem Bildmaterial zu unterlegen. Bei den Besuchern bleibt das nachweislich positiv in Erinnerung.  

Dies kann natürlich nur "funktionieren" wenn wir vom Veranstalter einen Platz erhalten, der mind. 14 x 18 Meter umfasst und weder uneben noch abschüssig ist.
Leistung hat seinen Preis! Auch eine "Ougenweide" wie unser Lager. Entsprechend erwarten wir eine Summe, die zumindest die Transport- und Versorgungskosten des Marktaufenthaltes deckt. 
Wir freuen uns auf Angebote seitens der Veranstalter, bei denen man Fairness und Wertschätzung unserer Vor-Leistung bereits im Ansatz erkennt. So sind wir bereit, im gegenseitigen Einvernehmen mit dem Veranstalter, die Konditionen auszuhandeln und dann unseren Teil dazu beizutragen, dass das geplante Fest ein gelungenes Fest wird.

Die "Spielregeln" zur Erweiterung unserer Gruppe:
Wir sind gerne bereit, unseren Kreis in einem vernünftigen Maße zu erweitern.
Echtes Interesse an Geschichte und am Leben im Mittelalter sowie die Bereitschaft, unsere Spielregeln anzuerkennen ist die Basis-Voraussetzung, zur Mitgliedschaft in unsere Gruppe.
Da wir uns bemühen, eine möglichst "geschichtsnahe" Darstellung zu erreichen, verlangen wir dies auch von unseren neuen Mitgliedern. Entsprechend erwarten wir eine gute Ausrüstungsgrundlage.
Selbstverständlich geben wir für die Beschaffung und Anfertigung unsere Erfahrung gerne weiter und leisten jede notwendige Unterstützung. Wir gehen davon aus, dass sich künftige Mitglieder vor der Anschaffung bzw. der Herstellung von Ausrüstung,  Rüstungs- und Bekleidungsteilen mit uns absprechen. Damit können unnötige Zeit- und Geldinvestitionen und auch mögl. Auseinandersetzungen von vorne herein vermieden werden.
Grundsätzlich ist uns jeder herzlich willkommen, der unter diesen Voraussetzungen unser Hobby mit uns teilen möchte. Wichtig ist uns, dass „die Chemie“ untereinander stimmt. Das finden wir am Besten heraus, wenn wir uns gegenseitig 1 Jahr Zeit geben, uns zu erleben. In dieser Zeit baut das zukünftige Mitglied seine Ausstattung auf – wenn sie nicht schon vorhanden ist – und wird danach als festes Mitglied in die Gruppe aufgenommen.
Die letzte Entscheidungshoheit darüber bleibt jedoch bei den 4 Gründungsmitgliedern.